Workshop Spurensuche Kulturverein Burbach

 

 

 

 

 

Spuren der Einwanderung

am 27. September 2017 präsentierten wir im Kulturcafé Burbach unser Projekt: „Spurensuche – der Saarbrücker Stadtteil Burbach erkundet seine Einwanderungsgeschichte“. 
Das Ergebnis zu diesem interessanten und bislang wenig erforschten Thema liegt nun auch als Broschüre vor.  Download pdf Spuren der Einwanderung

Dagmar Trenz hat hierzu über ein Jahr lang Material aus Archiven zusammengetragen, mit Zeitzeugen gesprochen und dokumentiert.
Rich Serra hat fotografiert. 

Wir danken!

Ünterstützt wurden wir durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie Leben!" und durch ZIB der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Programm - Interkulturelle Wochen 2017

"Spurensuche" mit Dagmar Trenz
und ZIB/LHS Saarbrücken

Workshop „Spurensuche“

Der Kulturverein Burbach e.V. veranstaltete zu seinem Projekt „Spurensuche“ am 2. Februar einen Workshop

„Spurensuche“ ist ein Projekt zur Erkundung der Einwanderungsgeschichte des Stadtteils Burbach, das der Kulturverein in Zusammenarbeit mit dem Zuwanderungs- und Integrationsbüro (ZIB) der Landeshauptstadt Saarbrücken durchführt. Konzeptionell lehnt sich das Vorhaben an die Idee einer „Geschichtswerkstatt“ an, wie sie in den letzten Jahren vielerorts entstanden sind.

Zum Workshop am 2. Februar, der im Saal der Kirchengemeinde St. Eligius in Burbach stattfand, waren Menschen mit Migrationshintergrund und alteingesessene Nachbarn eingeladen.

Die insgesamt rund 30 Teilnehmer machten die etwa zweieinhalbstündige Veranstaltung zu einem Erfolg. Das gemeinsame Erinnern an den Prozess des Ankommens und die Integration in eine neue Heimat löste lebendige Gespräche mit vielen interessanten Details aus. Die Teilnehmer erzählten in großer Offenheit ihre ganz persönliche Geschichte und die ihrer Familie. Nach einer „Aufwärmübung“, bei der sich jeder zu einem Kärtchen mit der Jahreszahl stellte, in dem er in Burbach ankam, besuchten die Teilnehmer thematische Stationen, die sich den Bereichen „Arbeiten in Burbach“, „Orte der Einwanderung“, „Orte der Begegnung“ und „Burbacher Geschichten in Raum und Zeit“ widmeten. Dieses Eintauchen in die Vergangenheit förderte viele interessante Erlebnisse und Eindrücke zutage, die meist verlorengehen, wenn man sich nicht damit beschäftigt. Die Erlebnisse und Eindrücke reihten sich aneinander, wie in einem guten Film. Es entstand eine Atmosphäre der gegenseitigen Offenheit. „Weißt Du noch ... Ach, das ging mir ähnlich ... Ja, da haben wir auch die Kinder zur Schule gebracht ... Hier haben wir uns immer getroffen ...“ In seinem Abschlusswort brachte es Axel Biehl vom Vorstand des Kulturvereins nochmals auf den Punkt: „Der Workshop hat es wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, miteinander zu reden, statt übereinander. Nur wenn man sich austauscht und einander zuhört, kommt menschliches Verständnis auf. Auf diese Weise entsteht letztlich auch Gemeinschaft, die für ein funktionierendes Gemeinwesen so wichtig ist.“ Im Rahmen des Projekts werden diese persönlichen Geschichten dokumentiert und fließen in die geplante abschließende Dokumentation mit ein. Nach Beendigung des Projektes wird der Kulturverein die Ergebnisse auch in einer Ausstellung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen.

Der Kulturverein Burbach

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, dem der Stadtteil Burbach und seine Zukunft am Herzen liegen. Deshalb haben wir uns vorgenommen, durch unser ehrenamtliches Engagement Beiträge und positive Impulse zur weiteren Entwicklung Burbachs zu leisten. Zweck des Vereins ist die Förderung von Kunst und Kultur, von Bildung, Erziehung und Jugendhilfe, der Integration von benachteiligten Zielgruppen des Arbeitsmarktes, der Völkerverständigung unter besonderer Berücksichtigung des Stadtteils Burbach und die Initiierung und Unterstützung von Maßnahmen, die den Strukturwandel des Stadtteils Burbach fördern. Foto Rich Serra , Link zu Presse/Medien

Erzählcafé

Am 1. Juli 2016 startete das Projekt „Spurensuche“ des Burbacher Kulturvereins e.V., in dem der Saarbrücker Stadtteil Burbach seine Einwanderungsgeschichte erkundet.

Burbach ist, wie andere Standorte der Industrie im Saarland auch, stark durch Migration geprägt – von der Nahmigration aus den umliegenden Regionen in den Anfängen der Industrialisierung und des Bergbaus, über die Anwerbung von „Gastarbeitern“ ab den späten 1950er Jahren bis zum Zuzug von Flüchtlingen und anderen Migrantengruppen in den letzten zwei Jahrzehnten.

Der Kulturverein möchte im Rahmen seiner Zielsetzung an dieser Aufgabe mitarbeiten und in Zusammenarbeit mit dem Zuwanderungs- und Integrationsbüro (ZIB) der Landeshauptstadt Saarbrücken ein Projekt zur Erkundung der Einwanderungsgeschichte des Stadtteils Burbach entwickeln und umsetzen. Konzeptionell lehnt sich das Projekt an die Idee einer „Geschichtswerkstatt“ an, wie sie in den letzten Jahren vielerorts entstanden sind, um z.B. die Geschichte eines Stadtteils in einem partizipativen Prozess zu erforschen und aufzuarbeiten.
Es soll eine Auseinandersetzung mit dem Thema Migration stattfinden zur Entwicklung eines Grundverständnisses aus historischer Sicht. Wanderungsbewegungen sollen als Teil der menschlichen/gesellschaftlichen Entwicklungen vor dem Hintergrund der regionalen industriellen Entwicklung aufgezeigt werden.

Im Fokus soll die Situation im Stadtteil Burbach im Industriezeitalter mit Schwerpunkt auf der Zeit nach 1945 stehen. Bis heute sichtbare Bezüge sollen dokumentiert und visualisiert werden.

Nächster Termin im Kulturcafé: Erzählcafé

Bilder:© Bild 1. Rich Serra und kulturverein-burbach@online.de

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